9. Bevölkerungsstatistik.

Die weiße Bevölkerung D.-O.s betrug am 1. Jan. 1913 insgesamt 5336 Seelen, und zwar 3536 Männer, 1075 Frauen und 725 Kinder. Hiervon waren 4107 Deutsche, 321 Kolonial-Engländer, 208 Griechen, 130 Franzosen, 99 Österreicher und Ungarn, 71 Türken, christliche Syrer und Rumänen, 90 Engländer, 62 Niederländer, 65 Italiener, 51 Russen. Der Rest verteilte sich auf die übrigen Nationen.

Von den erwachsenen männlichen Weißen waren 551 Regierungsbeamte, 186 Schutztruppenangehörige, 498 Geistliche und Missionare, 882 Ansiedler, Pflanzer, Farmer und Gärtner, 352 Ingenieure, Techniker, Bauunternehmer usw., 355 Handwerker, Arbeiter usw., 523 Kaufleute, Händler usw., 19 Ärzte und Arztgehilfen, 169 waren Angehörige anderer Berufe. Die meisten Weißen wohnten in den Verwaltungsbezirken Daressalam (1053), Aruscha (500), Moschi (467), Tanga (581) und Wilhelmstal (423). Die geringste Zahl von Weißen hatten die Bezirke Mahenge (40), Ssongea (35), Rufiji (61) und Urundi (60). -

Die Eingeborenenbevölkerung D.-O.s betrug am 1. Januar 1913 7.645.000 Köpfe. Am dichtesten bevölkert ist das Zwischenseengebiet; die beiden Sultanate Ruanda und Urundi umfassen zusammen mit 31/2 Millionen Einwohnern fast die Hälfte der Bevölkerung der Kolonie, dort kommen 72 bzw. 51 Einwohner auf den Quadratkilometer, während der Durchschnitt des Schutzgebiets nur 8 Einwohner auf den Quadratkilometer beträgt.

Nach den Bevölkerungsmengen geordnet betrug die Eingeborenenbevölkerung der einzelnen Bezirke in runden Hunderten: Die farbige, nicht eingeborene Bevölkerung umfaßte 14898 Personen, davon waren Inder 8784, Araber, Beludschen, Türken usw. 4101, sonstige Asiaten, wie Perser, Chinesen, Malaien usw. 72, sonstige Afrikaner, wie Sudanesen, Somali usw. 1941, Goanesen gab es 656. Endlich waren 114 Mischlinge zwischen Europäern und Negern vorhanden.

Bevölkerungsstatistik