Bodengestaltung

Man kann in K. in großen Zügen 5 verschiedene Gebiete nach der Oberflächengestaltung unterscheiden:

a) Das Küstenvorland,
b) das Plateau von K.,
c) die Massivregion von Adamaua,
d) das Logone-Tsad-- Becken,
e) das Ssangatiefland.

Der Besprechung dieser Gebiete im einzelnen soll kurz ein Überblick über die geologischen Verhältnisse in K. vorangehen. Die geologische Erforschung beschränkt sich bisher auf wenige Routen, die durchgelegt sind, und auf die Untersuchung von nutzbaren Lagerstätten. K. ist wie der größte Teil von Afrika ein in Schollen abgesunkenes oder aufgerichtetes Plateau. Wo Sedimentärschichten auftreten, sind sie meist flach gelagert.

Im Anschluß an die Bildung von Spalten und Brüchen sind vulkanische Ergüsse erfolgt und haben Decken oder Vulkane entstehen lassen. Alluvialebenen sind das dritte Element, das für die Bodengestaltung K.s maßgebend ist. Über die Tektonik des Gebietes ist noch wenig Klarheit geschaffen worden, weil im kristallinen Gebirge, aus dem der größte Teil K.s besteht, Brüche und Verwerfungen sehr schwer nachzuweisen sind. Die Küste in einer Entfernung voll 30-100 km begleitend, haben wir überall einen verhältnismäßig steilen Anstieg, der in 2 Stufen zum Hochland hinaufführt. Wahrscheinlich ist, daß diese Stufen einen Bruchrand darstellen, der aber von der Erosion stark angeschnitten ist. Sicherer ist eine zweite Bruchlinie, auf der überall vulkanische Ausbrüche stattgefunden haben. Diese Linie beginnt bei der Insel Annobon und geht über Principe und Fernando Po zum K.-Berg.

Die Region jung vulkanischer Gesteine setzt sich in derselben Richtung nach Nordosten noch bis Banjo hin fort und fällt hier mit dem Nordwestrand des Plateaus von Adamaua zusammen. Außerdem dürfte ein tektonisches Gebilde der Mberegraben sein, der sich an der Ostseite des Hochlandes von Adamaua im Quellgebiet des Mbere in der Richtung von Westsüdwesten nach Ostnordosten erstreckt. Auch bei seiner Bildung sind vulkanische Ergüsse erfolgt. Seine Ränder brechen 2-400 m steil ab, seine Sohle hat eine Breite von 5 bis 7 km. Petrographisch kann man in K. vier verschiedene Gebiete unterscheiden:

1. Das altkristalline Rumpfgebirge,
2. die Sedimentärgebiete,
3. die jung vulkanischen Gebiete,
4. die Alluvialgebiete.

Das altkristalline Gebiet hat die weiteste Verbreitung in K. Ganz Südkamerun und Adamaua wird von ihm eingenommen. Die wichtigsten Gesteine sind Granit, Gneis und Glimmerschiefer mit vereinzelten Vorkommen von Quarziten, Amphiboliten, Granatfelsen, Syeniten, Dioriten, Diabasen. Die Sedimentärgesteine haben ihre größte Ausbreitung einmal im Benuetiefland und andererseits im Küstengebiet. Im Tale des Benue sind es die sog. Benuesandsteine, die weite Verbreitung haben. Die genaueren Grenzen im Süden sind noch nicht bestimmt. Im Norden reichen sie wohl bis Demssa, Tengelin zum Hossere Duli, wo die Auflagerung auf Granit zu erkennen ist.

Auf englischem Gebiete ist die Verbreitung eine ungleich weitere. Das Alter dieser gelben bankigen Sandsteine konnte wegen Fehlens jeder Fossilien bisher noch nicht festgestellt werden. Ein zweites Vorkommen von sedimentären Schichten haben wir im Kreuzfluß, wo wir einen 30-40 km breiten Gürtel von Sandsteinen von Keschan im Norden bis Araru im Süden reichend finden. Es sind helle Sandsteine, die nach Fischresten in ihnen jetzt der unteren Kreide zugerechnet werden. Es liegen in ihnen Tonschichten, die sehr reich an Bitumen sind, ferner sind Kohlenschmitzen gefunden und Soolquellen nachgewiesen. An der Küste von den Fällen des Sanaga bis zu den Ndianfällen im Norden treten überall Sandsteine und Schiefertone auf, die zur oberen Kreide, und zwar zur Emscherstufe gerechnet werden müssen.

Im Süden tauchen sie unter tertiären Schichten unter, die aus mürben Sandsteinen, Tonen und Lehmen bestehen. Die in ihnen gefundene Fauna ist eozänen Alters. Die jüngeren Eruptivgesteine bedecken im Westen von Adamaua weite Gebiete. Es sind meist Basalte, Andesite und Trachyte, Laven und Tuffe, aus denen die Decken und Vulkane dieser Gegenden bestehen. Dann haben wir in Mittel-Adamaua einzelne Vorkommen von Basalten, ferner im Mandaragebirge und am Benue.

Das Absinken des Mberegrabens ist ebenfalls mit vulkanischen Ausbrüchen verbunden gewesen. - Nutzbare Mineralien: Zinkerze wurden mit Bleierzen verbunden in Gutschumi in Adamaua gefunden. Glimmer kommt abbauwürdig in Essudan, dann bei Babanki Tungo und Kentu, sowie bei Woe Matun vor. Marmor für Gebrauch im Lande bei Bidjar in Adamaua. Bitumen und Kohle in kleinen Flözen bei Mamfe. Erdöl tritt im Dualabezirk in verschiedenen kleinen Quellen zutage. Salz kommt in Form von Kochsalzquellen im Ossidingebezirk vor. Natronquellen sind um Adamaua bekannt geworden, aus Demssa und Ngaundere.


a) Das Küstenvorland.
Wir wollen unter diesem Begriff den Streifen niederen Landes fassen, der von der Küstenlinie bis zum Beginn des Anstiegs zum Plateau reicht. Dieser Streifen wird durch den K.Berg (s. Tafel 77) unterbrochen, den wir also noch zu diesem Gebiet zählen wollen, da er als einzelner Vulkan dem Vorland als fremdes Gebilde aufgesetzt ist. Die Küstenlinie von K. bildet einen Bogen, der nach Südwesten geöffnet ist und in dessen innerem Winkel der K.-Berg gelegen ist. Im Westen haben wir das mächtige Nigerdelta, das eine Flußfahrt von Togo nach K. auf den vielen Creeks möglich macht, im Süden vom K.-Berg das K.-Astuar, das wahrscheinlich ein ehemaliges Delta des Sanaga darstellt.

Wenigstens spricht dafür, daß noch eine Wasserverbindung mit dem Sanaga existiert. Weiter im Süden, südlich des Sanaga tritt dann das kristalline Gestein bis an die Küste heran. Dementsprechend haben wir eine verschiedene Gestalt der Küste. Westlich des Kamerunberges bilden sumpfige, flache Mangrovendickichte die Ufer. Dann folgt auf der ganzen Strecke, an der die Hänge des Kamerunberges ans Meer treten, eine steile, zerrissene Kliffküste, an der noch zu sehen ist, wie junge Lavaströme ins Meer geflossen sind. Wieder einen anderen Charakter zeigt die Küste des Kamerunästuars. Dort haben Küstenströmung und Kalema, die beide ungehindert wirken konnten, eine geradlinige Flachküste geschaffen mit Strandwällen und Nehrungen.

Dieser Charakter der Küste reicht bis nach Kribi hin. Zwischen Kribi und Kampo tritt das kristalline Grundgebirge direkt bis an die Küste, und dadurch wird stellenweise eine Kliffküste bis 20 m Höhe geschaffen. Denselben Charakter trägt die Küste von Spanisch-Guinea bis zum Kap St. Jean. Hier springt die Küste in rechtem Winkel zurück, um die Bucht von Corisco zu bilden.Im ganzen Umkreis dieses Gebietes scheinen Sedimentärschichten zu liegen, während der Rand des kristallinen Plateaus bis hinter den Rio Muni zurückzutreten scheint. Die Ufer der Bucht von Corisco mit der Bucht von Monda und dem Rio Muni sind flach und mit Mangroven bewachsen. Der Streifen des Küstenvorlandes ist entsprechend dem Vor- und Rücktreten des inneren Plateaus verschieden breit. Er teilt sich wieder in einen alluvialen Streifen und einen kristallinen Streifen. Folgende Tabelle gibt die verschiedenen Breiten an: Man kann wohl als Regel angeben, daß die ersten Schnellen an allen Flüssen den Anfang des kristallinen Gebiets bezeichnen. Das alluviale Vorland bildet überall ein mit dichtem Urwald bewachsenes, durch ein Gewirr von kommunizierenden Flüssen zerschnittenes, sumpfiges Tiefland. Nach der Küste zu findet man Strandwälle, Lagunen und Mangrovendickichte, in der Tiefe liegen Kreideschichten, die lokal aufgeschlossen sind. Im Norden haben wir das Rio del Rey-Tiefland mit 4 tiefen Buchten, die weit in das Land führen und teilweise mit Dampfern befahren werden können.

Mit Flußdampfern kann man die kleinen Küstenflüsse bis zu den Schnellen hinauffahren. Im Süden des K.berges liegt das K.ästuar, das durch den Kwakwa mit dem Sanaga verbunden ist. Wie schon erwähnt, ist das Ästuar wohl das alte Delta des Sanaga, der später weiter südlich durchgebrochen ist. Die Creeks sind teilweise bis 20 m tief, eine schwer zu erklärende Tatsache. Im Hintergrunde der Bucht liegt der schöne Hafen Duala, der Hauptort der ganzen Kolonie. Duala gegenüber liegt Bonaberi als Hafenplatz der Nordbahn. In die K.mündung fließen die Flüsse Mungo, Wuri und Dibamba, die alle von dem Plateaurand herabkommen und bis zu den Schnellen schiffbar sind. Mit dem K.ästuar unmittelbar in Verbindung steht das Tiefland des Sanaga und des Njong. Das Land steigt hier meist bis zu 10-15 m an und wird stellenweise von bis 60 m hohen Sandsteinwällen durchzogen. An der Grenze des kristallinen Gebietes liegt Edea und der Ossasee.

Von da steigt das Tiefland bis zum Dibamba auf 45 m an. Im Süden der Njongbucht wird dann das Alluvialgebiet immer schmäler, bis bei Kribi das kristalline Vorland direkt ans Meer tritt. - Im Zusammenhang mit dem Alluvialland der Küste wollen wir das Massiv des K.berges betrachten, das ihm aufgesetzt ist. Im Norden des K.berges, zwischen ihm und dem Manengubagebirge steigt das Alluvium an seiner höchsten Stelle bis auf 267 m bei Kumbo, südlich des Elefantensees, an. Dieser selbst ist ein alter Krater, ebenso wie der Diadiasee, zwischen Dibamba und Mungo. Dort liegt auch a n der schmalsten Stelle des Schwemmlandes der Rickardsee, ebenfalls ein alter Krater. Der K.berg ist ein aus mehreren Vulkanen zusammengesetztes Massiv von etwa 50 km Durchmesser.

Er gehört zu der schon erwähnten, sich von Annobon und Fernando Po hinziehenden Vulkanreihe, und demgemäß ist seine Längsachse nach Nordosten gerichtet, daher sind auch die jüngsten Ergüsse von Südwesten nach Nordosten hin fortgeschritten, von der Mannsquelle bis zum Fako. Der letzte Ausbruch war im April bis Mai 1909. Dabei entstanden 3 neue, kleine Krater. Das Massiv steigt in mehreren Terrassen an. Die erste Stufe liegt etwa in 900 m; auf ihr befindet sich Buea, die zweite Stufe steigt steil bis etwa 2800 m an, und von dieser Terrasse aus erhebt sich bis 4170 m der Faro. Im Westen erhebt sich mit sehr steilen Hängen der etwa 2000 m hohe Etinde, der nach Esch die alte Vulkanruine eines früheren Berges darstellt, der durch die späteren Ausbrüche zerstört und teilweise verschüttet wurde. Auch hier im Westen haben wir erst einen allmählichen Anstieg bis auf etwa 1000 m Höhe. Zwischen dem Etinde und dem Fako liegt inmitten eines in der Ausbruchsrichtung streichenden Zuges von Kratern und parasitären Vulkanen die Mannsquelle, die einzige Quelle, die über dem Waldgürtel sich findet, und daher ein wichtiger Punkt für Besteigungen des Gipfels ist.

Alles Wasser verschwindet sonst sofort im porösen Gestein. Der Krater des Fako ist zum größten Teil durch die Erosion zerstört, nur auf der Nordseite ist er teilweise erhalten und bildet hier den Gipfel des ganzen Berges. Eine geschlossene Urwaldzone reicht etwa bis 2200 m hoch empor, doch streckt der Wald an feuchten Stellen, besonders in den Flußtälern, Zungen bis 2700 m hinauf. Dann beginnt ganz unvermittelt das Grasland, das bei 2800-3000 m in eine wilde, vegetationslose Hochgebirgswüste übergeht. Eine ständige Schneebedeckung führt der K.berg nicht, doch halten sich Schneeflecken wohl öfter längere Zeit.

Fast immer ist der Gipfel in einer Nebel- und Wolkenschicht verborgen, und nur selten sieht man vom Fuße des Berges aus den Gipfel frei vor sich liegen. An der Küste, am Fuße des K.berges, liegen die beiden Hafenstädte Bimbia und vor allem Victoria, letzteres an der schönen Ambasbucht. Hier, an der zerrissenen Küste des Berges, sind viele gute Häfen, die aber wegen der Schwierigkeit des Zugangs zum Lande wertlos sind. Die Brandung hat die weichen Tuffschichten zerstört und Buchten in den Hang eingegraben, während die härteren Laven als Vorgebirge stehen geblieben sind. Victoria ist der Hafen für Buea, das in 900 m Höhe am Westhang des K.berges gelegen ist. Es ist wegen seiner gesunden Lage Sitz der Regierung geworden. Das südliche Ufer des Rio Muni, das seit dem Novemberabkommen deutsch ist, scheint ein sedimentäres Plateau von geringer Höhe darzustellen.

In der Nähe des Rio Muni, und besonders in seinem hinteren Teil, ist das Gebiet sumpfig, so ist z. B. der Bane mit dem Tembone durch Kanäle verbunden. Die Stufe zum kristallinen Plateau liegt etwa 50 km von der Küste entfernt. Ob noch ein kristallines Vorland vorhanden ist, ist ungewiß. Das ganze Vorland liegt etwa 50 m hoch, und diese Erhebung tritt bis nahe an die Küste heran. Der Rio Muni selbst ist ein tiefes Becken, das wahrscheinlich einen guten Schiffshafen abgibt.

In Butika legen schon jetzt die Woermanndampfer an. In den Rio Muni fließt der Tembone, der aber im unteren Teil deutsch ist und wie der Noya vom Plateau herabkommt. Das ganze Gebiet ist mit dichtem Urwald bestanden. - Das kristalline Vorland entwickelt sich überall, mit einer deutlichen, wenn auch oft geringen Stufe aus dem alluvialen Gebiet. Im Norden des Rio del ReyTieflandes wird das kristalline Vorland bis zum Abfall des Baliplateaus unter dem Namen der Westkameruner Massivregion zusammengefaßt. Die Stufe zum Tiefland ist im Osten am Mungo, wo dieses selbst sehr hoch ansteigt, gering, wird aber nach Westen immer mächtiger, so daß die Flüsse zum Teil Wasserfälle von außerordentlicher Schönheit bilden. Das ganze Gebiet stellt eine Stufe von etwa 200 m Meereshöhe dar, aus der einzelne Massive hervorragen. Ob das Ganze eine Inselberglandschaft, die einfach abgesunken ist, darstellt, oder von Brüchen und Senkungen zertrümmert ist, ist nicht bekannt, doch spricht das Auftreten von jungvulkanischen

Gesteinen für letztere Auffassung. Drei Massive treten besonders hervor: Die Rumpiberge, das Obangmassiv und, schon zur Hauptsache auf englischem Gebiet, die Auaberge. Ein unruhiges Hügelland bildet die Fläche, auf der sie sich erheben. Die Rumpiberge sind ein zerrissenes, urwaldbedecktes Bergland von bis zu 1500 m Höhe, während Obang- und Auamassiv 1000 m nicht übersteigen. Unter den trennenden H ügelländern möge nur die Ossidingesenke mit der anschließenden Banjangbucht erwähnt werden. Erstere ist von den schon erwähnten Sandsteinen der unteren Kreide erfüllt, die bituminöse Schiefer und Kohlenflöze führen sowie Salzquellen enthalten. Die Entwässerung des Gebietes wird einesteils durch kleine Küstenflüsse, wie den Meine, Ndian und Koran, andererseits durch den Kreuzfluß und seine Nebenwässer, besorgt, der erst nach Nordwest fließt und dann in großem Bogen nach Süden umbiegt.

Das ganze Gebiet ist mit dichtem Urwald bedeckt, und nur auf den höheren Massiven finden wir einige Grastäler, die Viehzucht zulassen. An Siedelungen haben wir in der Westkameruner Massivregion zuerst Johann-Albrechtshöhe in günstiger Lage, die Straße von Duala nach Ossidinge beherrschend. Ossidinge am Kreuzfluß liegt in dem Zentrum des Ossidingetieflandes und Mamfe am Ende der Schiffahrt des Kreuzflusses. - Zwischen dem Wuri und Dibombe haben wir ein stark zerschnittenes Hügelland von 200-300 m Höhe; dann verbreitert sich das kristalline Vorland und erweitert sich zur sog. Wuri-Njong-Bucht, die am Sanaga eine Breite von 70 km besitzt. Es ist das eine ebene bis hügelige Platte, überall mit dichtem Urwald bedeckt und noch wenig erforscht. Jenseits des Lokundje verschmälert sich dann das Vorland wieder, es bildet eine ebene Fläche, die aber teilweise von markanten Bergen überragt wird. Ein solcher Berg ist der Elefantenberg, der etwa 350 m hoch ist. Ob die Platte eine abgesunkene Inselberglandschaft darstellt, oder ob die Erosion die Hügel stehen gelassen hat, ist zweifelhaft. Bei Kribi tritt die kristalline Zone ans Meer. Kribi ist der wichtigste Hafen an der Südküste, von dem aus wichtige Handelsstraßen ins Innere führen, während Kampo schlechte Landungsverhältnisse besitzt. Außer ihm kommen noch Groß- und Kleinbatanga, letzteres am Njong gelegen, in Betracht. Lolodorf, an der Straße nach Jaunde gelegen, liegt am Fuße der Hauptstufe des Plateaus. Die Flüsse des ganzen Gebietes kommen vom Plateau oder wenigstens vom Rande der Stufe herab.

b) Das Plateau von K.
Von dem Küstenvorland steigt man nach Osten meist mit mehreren Stufen auf ein weites Plateau hinauf, das sieh über den größten Teil von K. erstreckt. Es ist der nördliche Teil der sog. Schwelle von Nieder-Guinea, setzt sich ununterbrochen über Spanisch-Guinea und Französisch-Kongo in den Kongostaat hinein fort. Nach Norden endet es ebenfalls mit einer Stufe, und es ist strittig, ob diese Stufe einen Bruch darstellt oder eine Erosionsstufe ist.

Auf jeden Fall setzen die Massive von Nordadamaua die Oberfläche des Plateaus von K. fort. Nach Osten zu senkt die Hochfläche sich allmählich und geht ununterbrochen in französisches Gebiet über. Die Oberfläche dieses Plateaus ist nicht gleichmäßig flach; sie ist aufgebogen, zerbrochen, und einzelne Sockel ragen von ihr hervor. Sie besteht zum größten Teil aus archaischen, gefalteten Gesteinen, die Überreste eines einstigen Gebirges sind, von dem die Abtragung einzelne Erhebungen übriggelassen hat.

Im Norden haben wir den höchsten Teil, von dem aus sich das Plateau in mehreren Stufen senkt. Im Westen, wo vielleicht der aufgebogene Rand eines Staffelbruchs vorliegt, liegen ebe nfalls im Norden die größten Höhen über 2500 m, während sich der Rand im Süden auf 1000 m etwa erniedrigt. Man kann das Plateau von K. in zwei große Gebiete trennen, deren Grenze nördlich der Sanagamulde nach Kunde und von da zum Uam hinüberzieht, im Norden das Hochland von Südadamaua und im Süden die Hochfläche von Süd-K. - Die Hochfläche von SüdK. läßt sich wieder in drei Gebiete teilen, in das Südkameruner Randgebirge, in die Sanagaschwelle und in die Njemplatte. Das Südkameruner Randgebirge ist lediglich der aufgebogene Westrand des Plateaus, der zur Küste steil, wahrscheinlich überall in zwei Stufen abfällt und sich nach Osten zu langsam senkt.

Im Norden beginnt es mit der Sanagasenke, und im Süden setzt es sich durch das spanische Gebiet in das französische Gebiet hinein fort. Die erste Stufe von der Küste aus liegt in etwa 300-600 m Höhe und scheint sich nach Norden zu zu verbreitern, um am Sanaga direkt in die dort 500 m hoch gelegene Plateaufläche überzugehen. Östlich von Kampo sind die Mbembeberge, die vielleicht noch zur ersten Stufe gehören, 700-800 m hoch. Im Süden im deutschen Munigebiet hat es den Anschein, als ob der Plateaurand, der ununterbrochen durch Spanisch- Guinea reicht, auf einer Linie auf der Höhe des Rio Muni abbricht und erst weiter im Osten wieder einsetzt, während zugleich eine Erniedrigung stattfindet.

Wir haben auch dort zwei Stufen, die erste in 200 m Höhe etwa, während der Rand der zweiten bis zu 700 m sich erhebt. Der Übergang des Gebirgslandes nach Osten in die wellige und nur durch einzelne Inselberge überragte Hochfläche ist ein allmählicher und daher auch schwer festzulegen. Im Norden sind die Ndogoberge östlich von Jaunde die letzten Ausläufer, weiter im Süden soll der Pfalla die Grenze bilden. Es wird davon abhängen, wie weit sich die vom Rande aus einschneidenden Flüsse bereits eingegraben und die früher vorhandenen Flächen zerrissen haben. Man wird wohl fast g anz Spanisch-Guinea und also auch das ganze südlich davon gelegene deutsche Gebiet zum Randgebirge zählen können.

Das ganze betrachtete Gebiet ist mit tropischem Urwald bedeckt, nur am Sanaga im Norden greift das Grasland über die Ndogoberge und auf die erste Stufe bis an Jaunde heran. Die Flußläufe bevorzugen, wie es, bei Bruchstufen oft der Fall ist, zwei Richtungen, einmal parallel zur Stufe und zweitens senkrecht zu ihr. Es scheint sogar, als ob die erste Stufe zuweilen angedeutet wäre durch auffällige Ablenkungen in der Flußrichtung parallel zum Hochlandrande. Die meisten Flüsse haben den Rand durchbrochen und entwässern teilweise große Teile der Hochfläche. Wahrscheinlich haben sie sich große Gebiete der nach Osten hin entwässernden Flüsse leicht erobern können. Der Njong, der den Rand bei den Tappenbeckschnellen durchbricht, entspringt weit innerhalb der Njemplatte, sein Nebenfluß, der Nkele, hat den Rand noch nicht durchbrochen.

Der Lokundje und sein Nebenfluß Tjange haben den Rand durchbrochen, haben die Hochfläche noch nicht erreicht. Der Kampo oder Ntem dagegen hat ein großes Einflußgebiet. Der Uelle oder Rio Benito liegt nur mit seinem Oberlauf auf deutschem Gebiet und hat schon einen Teil der Hochfläche erobert. Die Hauptzuflüsse des Rio Muni, der Tembone und der Noja, liegen noch vollständig im Randgebirge. Im Anschluß an das Südkameruner Randgebirge ist noch das zu ihm gehörige Ebomassiv zu betrachten, das nur orographisch von ihm zu trennen ist. Wir hatten im Süden des Sanaga einen fast nördlichen etwas nach Osten gerichteten Verlauf des Hochlandrandes. Am Sanaga macht der Rand eine Biegung, er wendet sich nach Nordwest. Zugleich steigt die Höhe des Randes bis auf über 2000 m.

Die Stufe nach Westen fällt steil und wahrscheinlich ohne Vorstufe ab, aber auch nach Osten zum Tal des Mbam soll der Abfall sehr steil sein. Die Hänge des Massivs sind mit dichtem Urwald bedeckt, doch sind auf den obersten Teilen schon Hochweiden und Hochsteppen zu finden. Das ganze Gebiet ist wild und unzugänglich und daher unbewohnt und eine Völkerscheide zwischen Bantu- und Sudannegern geworden. - Die Njemplatte ist eine 600700 m hohe wellige Ebene, die sich durch die großen Flußgebiete in einzelnen Mulden und Schwellen teilen läßt.

Andererseits sind die Niveauunterschiede so gering daß meilenweit nicht zu unterscheiden ist, in welchem Flußgebiet man sich befindet. Die Entstehung dieser aus gefaltetem kristallinem Gestein bestehenden Rumpfflächen ist eins der interessantesten Probleme in Afrika. Im Süden, im neuerworbenen deutschen Gebiet, haben die Nebenflüsse des tief eingeschnittenen Ogowe, die also eine relativ große Erosionskraft besitzen, die ursprüngliche Hochebene stark zerrissen.

Im Osten des Iwindo tritt ein Sandsteinrand auf. Wir haben dort eine ziemlich bewegte Oberfläche. Im einzelnen ist dies Gebiet außer an den Flußläufen wenig erforscht. Im Osten steigt die Hochfläche zu der Kunabembe-Schwelle an, die etwa 800-900 m hoch ist und die durch den Dscha und Bumba in tiefen Tälern durchbrochen wird. Im Südosten fällt die Kunabembe-Schwelle ziemlich steil zum Sanagatiefland ab. Es ist noch nicht recht ersichtlich, ob sie ein Hügelland ist, oder ob noch einzelne Hochflächen zwischen den Flüssen liegen. Wie in allen diesen von dichtem Urwald bedeckten Gebieten ist die Übersicht dem Reisenden sehr erschwert. Auf der alten Kameruner Südgrenze zieht sich im Laufe des Ntem und des Aina ein langer Sumpfgürtel von Westen nach Osten.

Die Wasserscheide zwischen dem Kom und dem Aina bildet eine ebene Fläche. Im Norden dieser Sumpfgebiete liegt ein Hügelland von etwa 100 m Niveauunterschieden, das nach Südosten zwischen Aina, dem Quellfluß des Iwindo, und dem Dscha unmittelbar in die Kunabembe-Schwelle übergeht. Nach Norden von den eben besprochenen Gebieten kommen wir auf die eigentliche Njemplatte, das ist das Stromgebiet der vier Flüsse Dscha, Njong, Dume und Bumba. Man kann bei diesen vier Stromgebieten kaum von Schwellen, die sie trennen, sprechen, so gering sind die Höhenunterschiede, wenn man von einem Flußgebiet ins andere kommt. Ein mächtiges Sumpfgebiet im mittleren Teil der Platte gibt ihnen allen ihre Entstehung und macht es auf weite Strecken unmöglich, die Quellgebiete zu trennen.

Mit Ausnahme des oberen Njong ist das ganze Gebiet mit dichtem Urwald bedeckt, der auch dort, wo das Terrain nicht völlig eben ist, den sog. Urwaldsumpf bildet, der die Feuchtigkeit im Ge- wirr der vermodemden Pflanzenreste zurückhält. Das ganze obere Ssangagebiet ist in ein Plateau von durchschnittlich 600 m Höhe eingeschnitten. Der Fluß kommt vom Hochland von Jadé, das die östlichen Ausläufer des Baiaplateaus darstellt, und also schon zum Hochland von Südadamaua zu zählen ist. Wir haben hier die Grenze südlich von Kunde, etwa in der Fortsetzung der Sanagaschwelle nach Osten zum Uam hinüber zu ziehen: Die Grenze des Hochlandes gegen das Tiefland des unteren Ssanga und Ubangi ist schwer zu ziehen; ungefähr richtig wird man wohl gehen, wenn man sie von Bayanga zum Zusammenfluß Mbaere-Lobai und von dort nach Bangi etwa legt.

Die Gegend zwischen Mambere (Ssanga) und Kadei wird von einer Schwelle eingenommen, vielleicht ein Ausläufer des Baia-Hochlandes wie die Sanagaschwelle, und sie zwingt den Kadei zu seinem ausgesprochenen Bogen. Die Wasserscheide zwischen Mbaere und Mambere soll nur von geringer Höhe sein, nur einzelne Inselberge von beträchtlicherer Höhe sind ihr aufgesetzt. Weiterhin nach Osten erniedrigt sich das Plateau immer mehr und löst sich zuletzt in Einzelberge auf, um dann allmählich in die Ebenen am Ubangi, in der aber doch immer wieder einzelne Inselberge auftreten, überzugehen. Mehr ist kaum über dieses noch so unbekannte Gebiet zu sagen, zumal man auf französische Literatur angewiesen ist, aus der schwer exakte Tatsachen zu entnehmen sind. Wie im ganzen Südkamerun haben wir auch hier fast nur Granite, Gneise, Glimmerschiefer, aber darin zuweilen Diabase und Quarzgänge, die oft den Anlaß zu Stromschnellen bilden.

In den Flußtälern haben wir teilweise schon weite Alluvialflächen, dagegen auf den Plateaus Eluvium, das hier zum Teil den sterilen konkretionären Lateritboden bildet, der für Kultur sehr ungünstig ist. Der umgelagerte Laterit dagegen bildet einen sehr fruchtbaren Boden. - Im Norden der Njemplatte bildet die Sanagaschwelle die Wasserscheide zur Sanagamulde hin. Die Hochfläche steigt auf 600-700 m an, und einzelne bis 200 m hohe Inselberge sind ihr aufgesetzt. Nach Osten geht die Sanagaschwelle ins Baiahochland über, im Westen über die Ndogoberge ins Randgebirge.

Wir kommen hier schon aus dem Urwaldgebiet heraus. Das Grasland umfaßt bereits die ganze Njongmulde und zieht sich dann etwas nördlich des Kadei zum Ssanga, um von dort in fast gerader östlicher Richtung zum Ubangi hinüberzulaufen. An den Flußläufen greift der Urwald dagegen noch weit in das Steppen- und Grasland hinein. Die Sanagamulde, die nördlich der Sanagaschwelle sich allmählich herabsenkt, ist zum größten Teil mit weiten Grasflächen bedeckt. Nördlich des Sanaga trifft man auf zahlreiche flache, sumpfige Mulden, die mit Raphiadickicht bewachsen sind. Wenn wir die Südkameruner Hochfläche noch einmal im ganzen betrachten, so sind für sie charakteristisch weite, nur sehr wenig bewegte Flächen, die an den Rändern überall durch die Erosion in ein mehr oder minder zerrissenes Bergland verwandelt sind.

Um so seltsamer mutet das plötzliche Auftreten von steilen Massiven oder Bergen an, die sich steil aus der Ebene erheben und die manchmal mitten im Waldlande schwarze, kahle Felskuppen bilden. Die Ebenen sind meist mit Laterit bedeckt, während im Gebirge die Gipfel mit ungeheuren Blockmeeren bedeckt sind. - Zwei Hauptstraßen führen von Kribi aus nach Osten auf das Hochland. Die eine führt über Lolodorf nach Jaunde und von dort zur Dumestation weiter, die andere direkt nach Ebolowa und von dort nach Lomie und Molundu. Damit sind schon die Hauptsiedelungen charakterisiert. Jaunde liegt an der Grenze von Wald und Grasland noch im Randgebirge. Ebolowa, ebenfalls noch im Randgebirge, zwischen den Zuflüssen des Kampo und des Njong.

Im Süden ist Molundu der wichtigste Ort, am Zusammenfluß des Bumba und Dscha gelegen und Endpunkt der Handelsstraße über Ebolowa. Die Schiffahrt den Ssanga abwärts ist offen. Nordwestlich liegt Bayanga am Ssanga, ebenfalls am Fuße der Kunabembeschwelle gelegen. Auch von hier ist Schiffahrt Ssanga abwärts möglich. Diese geht aufwärts bis Nola, das am Zusammenfluß, von Ssanga und Kadei gelegen ist und erst 1911 an Deutschland fiel. Weitere Orte im Flußgebiet des Ssanga sind Carnot und Bania am Mambere und Gasa am Libumbi, einem Nebenfluß des Kadei. Es wird sich erst herausstellen müssen, ob sie für Deutschland die Bedeutung gewinnen, die sie bei den Franzosen hatten. In der Mitte der Njemplatte liegen, Lomie, Kam und Dumestation.

Im Norden von letzterer, aber schon im Grasland, liegt Gamane, das alte Bertua, wie auch die vorigen Orte an einer wichtigen Handelsstraße gelegen. - Das Hochland von Südadamaua ist ungleich reicher gegliedert als das Hochland von, Süd-K. Von Süden kommend, treffen wir nörd lich der Sanagamulde auf eine 400-700 m hohe Stufe, auf eine Linie, die durch die Orte Sasu, Linte, Joko, Ndumbi und Mande bezeichnet wird. Wir kommen auf ein etwa 1000-1500 m hoch gelegenes Plateau, das man nun wieder in westöstlicher Richtung in drei gesonderte Hochländer teilen kann. in das Balihochland, das Mbamhochland und das Baiahochland. Nördlich dieser Hochländer treffen wir aber noch auf eine weitere Stufe, die uns zu Höhen von 1700-3000 m hinaufführt, und auch hier ist eine Dreiteilung durchzuführen. Wir haben auf dieser höchsten Terrasse des Plateaus von K. das Balihochland, das Kumbohochland und das Ngaunderehochland.

Weiterhin nach Norden fallen diese letzterwähnten Hochländer steil zu der nur ca. 500 m hoch liegenden Fläche der Massivregion des mittleren Adamaua ab. Im Osten haben wir anscheinend ein stufenförmiges Abfallen zu den Ebenen des Scharibeckens. Doch liegen die Verhältnisse hier wohl recht kompliziert, was schon aus dem Vorhandensein des Mberegrabens, der hier in den Rand des Hochlandes eingesenkt ist, hervorgeht. Noch komplizierter sind die Verhältnisse an der Westseite des Hochlandes. Der eigentliche Rand des Plateaus scheint hier in nordwestlicher Richtung, in der Fortsetzung des Ebohochlandes, zu verlaufen. Doch ist ihm in der Mitte, auf der Höhe des K.berges, ein dreieckiger, etwa durchschnittlich 7-800 m hoher Sockel angegliedert, dem wieder einzelne, teils bis 2500 m hohe Massive aufgesetzt sind.

Das ganze wird unter dem Namen Manengubahochland zusammengefaßt. Zugleich hat eine starke vulkanische Tätigkeit hier an dem Nordostrande des Plateaus eingesetzt und hat den einheitlichen Charakter des Randes zerstört. Wo aber der Rand deutlich ausgebildet ist, da haben wir nicht wie im Süden ein Abfallen in 2 Stufen, sondern einen einzigen sehr steilen Abbruch. Wir wollen mit der Betrachtung der einzelnen Hochländer im Westen beginnen. Das Balihochland ist das westlichste der drei oberen Hochländer. Es ist ein etwa viereckiger Klotz, der nach Osten und Westen sehr steil, nach Süden ebenfalls steil abfällt und nur nach Norden zu sich allmählich zum Benuetiefland senkt.

Der höchste Teil ist das Bamettagebirge, das sich bis auf 3000 m erhebt und ein wildes, rauhes Gebirgsland mit vielen Höhlen darstellt. Nach Nordwesten vom Bamettagebirge folgen die Wadjemberge, die nur noch 1200 m hoch sind und mauerartig nach Bascho zu abfallen. Bei Bali haben wir ein Plateau von 1200-1500 m Höhe, mäßig bewegt, mit 500 bis 800 m hohen Rändern, nämlich im Osten das Bamendagebirge, im Westen das Bamettagebirge. Dieses Hügelland, die sog, Mijasenke, bildet die Wasserscheide zwischen Benue und Kreuzfluß. Sie setzt sich im Norden in das Bafuthügelland fort. Die geologischen Verhältnisse dieses Gebietes sind wenig bekannt, aber wohl recht verwickelt. Basaltdecken, Laven und alte Krater lassen vermuten, daß Brüche und Verwertungen das Gebiet durchziehen. Das Grundgebirge ist altkristallin. Im Norden fließt der Mija oder Metschum zum Katsena Allah und Benue. Die Wasserscheide zum Kreuzfluß läuft auf dem Kamme des Bamettagebirges entlang. Die Urwaldgrenze läuft hier am westlichen Rande des Hochlandes entlang.. Der Übergang vom Waldland zum Grasland ist ein ganz unvermittelter und liegt etwa in 1000 m Höhe. Die wichtigste Stadt dieses Gebietes ist Bali, in der Mijasenke gelegen. - Im Süden des Balihochlandes liegt das Manengubahochland.

Vom Ebomassiv ausgehend verläuft in nordwestlicher Richtung ein Steilrand, der eigentliche Rand des ganzen Plateaus, und südwestlich von diesem, also vielleicht als nicht ganz abgesunkene Scholle, beginnt das Manengubahochland. Der 700-800 m hohen Oberfläche dieses Klotzes sind einzelne Hochländer, die beträchtliche Höhen erreichen, aufgesetzt, teils vulkanischer Entstehung, wie überhaupt das ganze Gebiet in der Verlängerung der Vulkanlinie, die von den Guineainseln zum K.berg verläuft, liegt. Am weitesten im Süden liegt das Massiv des Kupe, eine von, mehreren Gipfeln gekrönte Berggruppe, deren Gestein aus Diorit besteht. Doch deuten junge Vulkane und Krater an, daß das Massiv jugendlicher Entstehung ist. Östlich davon trifft man auf das 700-800 m hohe Bakossibergland und im Norden von beiden auf das eigentliche Manengubagebirge, das eine Höhe von 2230 m erreicht.

Letzteres besteht aus Basalten und Trachyten und stellt wohl nur eine Reihe junger Vulkane dar, deren Krater und Lavaströme teilweise noch gut erhalten sind. So z. B. im Westen der 3 km breite Epochakrater mit zwei Kraterseen in seinem Grunde. Westlich des Manengubagebirges erhebt sich der sog. Mugozug und in gleicher nordnordöstlicher Richtung ihn fortsetzend die Bafaramiberge, ein unwirtliches, wildes Gebirge. Jenseits des tiefen Quertals des Mbo setzen die Mboberge die Bafaramiberge fort und erreichen wieder Höhen von 2000 m. Nach Westen senken sich die Mboberge langsam zum Batombergland, dagegen fallen sie steil nach Osten zum Nkamkessel ab. Nach Westen haben wir weiter im Norden den Einbruch des Fontem kessels, mit Rändern von 1500-2000 m Höhe. Damit endet das Manengubahochland im Norden. Die Ränder im Süden werden gebildet durch ein 700-600 m hohes Bergland, das sich an den Rand des Plateaus von K. anlehnt und in westlicher Richtung davon durch das Nlonakomassiv, das bis zu 2400 m erreicht. Zwischen ihm und dem Kupemassiv findet sich eine tiefe Senke.

Inmitten dieser eben besprochenen Umkränzung von Gebirgszügen liegt in 600-800 m, Meereshöhe der Nkamkessel, der also allseitig von 2000 m hohen Bergen umgeben ist. Der Boden ist sumpfig, weil der einzige enge Abfluß zum Mungo den ganzen fallenden Regen oft nicht schnell genug abführen kann. Dieser Fluß ist also die Hauptwasserader, die das Manengubahochland entwässert. Die Randgebirge werden nach außen durch Nebenflüsse des Mungo, Dibombe und Kreuzflusses entwässert. Die Hänge des Manengubahochlandes sind bis etwa 800-1000 m mit Urwald bedeckt. Dann folgt die Ölpalmenwaldzone und dann bereits das Grasland. Nur die Nkamebene ist ebenfalls mit Gras bedeckt und nur an den zahlreichen Wasserarmen mit Galeriewald bewachsen. Bedeutende Siedelungen gibt es im Manengubahochlande nicht, das ganze Gebiet ist sehr unzugänglich, wenn auch wegen des vulkanischen tiefgründig verwitterten Gesteins äußerst fruchtbar.

Die Manengubabahn wird wohl zur wirtschaftlichen Belebung des schönen Landes beitragen. - Jenseits des Fontemkessels, in der Verlängerung der Mboberge, kommen wir zum Bamendagebirge und besteigen damit wieder das Plateau. Der Bamendazug wird durch eine tiefe Senke in die Bainbutoberge und die Mutiberge zerlegt, letztere erreichen bis 2500 m Höhe. Beide bestehen aus altkristallinem Gestein und sind mit jungen vulkanischen Decken teilweise überlagert. Der Paß zwischen beiden Gebirgen, der Babanki Tungo, liegt 1800 m hoch. Der Muti, der höchste Gipfel der Mutiberge, ist ein Vulkan und in seiner Nähe liegt der anmutige Kratersee Bambulue.

Das Bamendagebirge gehört schon zur niederen Terrasse des Hochlandes. Nördlich steigen wir noch fast 1000 m auf das Kumbohochland hinauf und betreten damit den gewaltigsten Gebirgsstock von ganz K. - Das Kumbohochland ist ein Plateau von 2000 bis 3000 m Höhe und durch tiefe Einschnitte in mehrere einzelne Massive zerlegt. Auch hier haben wir noch überall Zeugen der vulkanischen Tätigkeit, die diesen Teil K.s heimgesucht hat, in Form von vulkanischen Decken und Kratern. Nach Norden fällt das Plateau einmal steil zu etwa 1000 m hoch gelegenen Gebirgsländern ab und dann nochmals in einer ebenso steilen Stufe zu den 300-400 m hoch gelegenen Ebenen der Benuelandschaften. Im Osten der Mijasenke kommt man auf das Hochland von Bekom, ein 2000 m hoch liegendes Plateau, das steil zu seiner etwas tiefer liegenden Vorstufe, dem Hochlande von Bafum, abfällt. Letzteres ist ein wildes, teils Wald tragendes, zerrissenes Bergland.

In ihm liegen die beiden Ndüseen, die wohl als Maarbildungen anzusprechen sind. Weiter östlich von diesen beiden Landschaften kommen wir zu dem Hochland von Oku, m it seiner Vorstufe, die in eine Anzahl von tief gelegenen Kesseln aufgelöst ist. Im Okuhochland findet sich in 2340 m Höhe der Mauwesee, ein alter Krater. Die Wasserscheide nach Süden liegt hier, im höchsten Teil des Kumbohochlandes, in 2800 m Höhe. Das nächste Gebirgsmassiv nach Osten ist zwischen Katsena-Allah und dem tief eingeschnittenen Donga das Banssohochland, eine ziemlich einförmige Hochfläche mit einzelnen Bergen von geringer Höhe. Die durchschnittliche Höhe beträgt 2000 m. Jenseits des Donga liegt ein 2000 m hohes Gebiet, das wenig bekannte Mambilahochland, das weit nach Nordwesten vorstößt. Damit endet der Zug des Kumbohochlandes.

Eine tiefe Einsenkung, der Djauro-Gotil-Paß, der kaum 2000 m hoch ist, trennt es vom Ngaunderehochland. Die Entwässerung dieses Kumbohochlandes ist senkrecht zur Längsrichtung. Die Nebenflüsse des Benue, Katsena-Afiah, Donga, Mija und Taraba, fließen vom Nordhang, während die Nebenflüsse des Mbam für die Entwässerung der südlichen Gehänge sorgen. An Siedelungen haben wir in unserem Gebiet eine Reihe auf dem Kamm des Hochlandes längs der Straße, die hier nach Osten zieht. Das sind Bamenda, am Zugang zur Mijasenke und dem Paß von Babanki Tungo gelegen, ferner Bafut, Kumbo und Banjo am Westfuß des Mambilahochlandes, am Zugang zum Genderopaß. - Das Ngaunderehochland schließt sich nach Osten jenseits des Djauro-Gotil-Passes an das Kumbohochland in einer durchschnittlichen Höhe von 1300-1400 m an. Es sind ihm einzelne Massive bis zu 2000 m Höhe aufgesetzt. Nach Norden fällt es steil mit einer 600-900 m hohen Stufe ab, nach Süden ist eine Stufe von 200 m vorhanden, die aber ebenfalls steil zum Siebenstromlande abfällt. Im Osten senkt es sich langsam zum Logonetiefland und ist in eine Reihe von westöstlich streichenden Rücken durch tiefe, grabenförmige Erosionsrinnen zerlegt.

Während wir im Westen fast nur altkristalline Gesteine finden, haben wir im Osten, besonders nördlich von Ngaundere, Basaltdecken in großer Ausdehnung und im Gendero und im Labai alte Vulkane. Ganz im Westen ist der Stock des Djauro Gotil gelegen, der wenig bekannt ist, aber eine Höhe von 2000-3000 m erreichen soll. Südlich von diesem Massiv liegt die etwa 1100 m hohe Hochfläche von Galim, die das nördliche Ende der Tibatischwelle darstellt. Verschiedene andere Massive, teils noch völlig unerforscht, sind dem Ngaunderehochland aufgesetzt, von denen nur das Karnagebirge, das durch den Quellfluß des Benue vom eigentlichen Hochland getrennt ist, das Ubakagebirge, das Lakoigebirge im Osten usw. genannt seien.

Etwas nördlich von Ngaundere entspringt auf dem Basaltplateau, das mit einer Stufe von 600 m nach Norden abbricht, der Wina, der die östlichen Teile des Plateaus, das hier etwa 1800 m hoch ist, durchbricht. Südöstlich von Ngaundere liegt der Labai und der Bab el Gendero, beides Vulkankegel. Die Entwässerung dieses Teiles des Hochlandes setzt von Norden, Osten und Süden ein. Überall reichen die Wasseradem weit auf das Plateau hinauf. Die Vegetation ist Grassteppe mit Gebüsch, auf den höheren Teilen schöne Hochweiden, aber auch wilde, blockbesäte Abhänge. Die Siedelungen dieses Gebietes sind spärlich. An bedeutenderen haben wir vor allem Ngaundere, in 1118 m Höhe am oberen Wina gelegen, der Mittelpunkt dieses ganzen mittleren Teils von K. und Ausgangspunkt wichtiger Straßen. -Mit einer meist gut ausgebildeten Stufe fallen diese eben besprochenen Hochländer zu der zweiten Etage des Plateaus von K. ab.

Das Niveau dieser Hochländer liegt zwischen 1000 und 1500 m, und ihre Entwässerung wird nur durch die Nebenflüsse des Sanaga besorgt. Im Westen haben wir im Flußgebiete des Mbam das sog. Mbamplateau, das sich wieder in verschiedene Hochflächen und Mulden einteilen läßt. Wenn man vom Bamendagebirge, das als schroffer Wall von 2000 m und mehr sich erhebt, blickt, so schaut man nach Südosten auf eine bewegte Hochfläche von 1300-1600 m Höhe, die nach dem Fluß, der sie entwässert, Nunplateau genannt werden kann. Aus dem sonst ziemlich gleichmäßigen Niveau ihrer Oberfläche schauen einzelne schroffe Erhebungen heraus, Inselberge, so z. B. der Bali Rumbat.

Nach Westen erhöht sich das Hochland etwas und bildet hier den Rand des Plateaus, der steil zum Nkamkessel abstürzt. Der Hauptsache nach besteht dies Gebiet aus Graniten und kristallinen Schiefern, doch treten im Norden vulkanische Bildungen auf. Dort bilden auch einige größere vulkanische Massive die Grenze des Nunplateaus nach Osten. Das sind die Mbamberge, der Nka Gam und der Batpit. Von den beiden letzteren kann man vermuten, daß sie früher riesige Vulkane waren, der Batpit trägt sogar auf seinem Gipfel einen kleinen See, den Mfusee, der den Boden eines vollständig erhaltenen Kraters ausfüllt. -Nach Osten setzt sich das Nunplateau in gleichmäßiger Senkung zwischen den aufgesetzten vulkanischen Massiven ins Bamumhochland fort, das eine durchschnittliche Höhe von 900-1000 m besitzt und sich gegen Süden zum Mbam und Nun bis auf 700 m senkt.

Beide Hochländer sind mit hohem Gras bewachsen, doch geht das Grasland oft in eine offene Parklandschaft über. Der einzig wichtige Ort des ganzen Gebietes ist Bamum in 1180 m Höhe, Knotenpunkt einer Anzahl von wichtigen Straßen. Der Rand beider eben besprochenen Hochländer geht nach Westen unmittelbar in das Ebohochland über, das ja, wie erwähnt, auch nichts weiter ist, als der aufgebogene Rand des K.er Plateaus. Im nördlichen Teil des Mbomassivs geht nach Osten hin das Bafiabergland, das man wohl ebensogut als die Fortsetzung des Bamumhochlandes nach Süden ansehen kann, ebenso wie das Nguttebergland, das seine Fortsetzung nach Osten bildet. Dann hätten wir also ein einheitliches Plateau, das sich von Norden und von Westen senkt und in das sich Nun und Mbam in teils sehr engen Schluchten eingeschnitten haben.

Es liegt ungefähr in 900 m, das Bafia- und das Nguttebergland und einzelne Inselberge von 300-500 m Höhe sind ihm aufgesetzt. Nach Süden fällt es mit der erwähnten Stufe zur Sanagamulde ab. - Im Quellgebiete des Mbam liegt das Tikarplateau, das sich nach Osten aus der Mbammulde allmählich bis zu Höhen von 1000 m erhebt. Im Innern sind ihm einzelne Bergmassive aufgesetzt, die 1200 m und mehr erreichen, so die Ngua- und Bumbaberge. Nach allen Seiten ist es von höheren, m eist bis 1200 m hohen Gebirgsrändern eingefaßt. Im Norden haben wir den Rand, der zu den höheren Hochländern, hier dem Kumbohochlande, emporführt. Im Osten erhebt sich die Tibatischwelle, die Wasserscheide zwischen den beiden Hauptnebenflüssen des Sanaga, dem Mbam und Djerem bildend.

Sie besteht aus einer Reihe von Massiven, die ohne Stufe nach Westen zu dem Tikarplateau, nach Osten zur Djerembucht abfallen. Im Süden liegt das Dommegebirge, das mit steiler Stufe zur Sanagamulde abfällt und im Westen in die Ngutteberge übergeht, wenn auch eine tiefe, 660 m hohe Senke dazwischen liegt. Das Dommegebirge ist wild und unzugängiglich. Die oberen Regionen sind steinig, mit weiten Blockhalden besetzt, die oft fast alle Vegetation verhindern, ebenso wie es der Fall ist bei den höchsten Teilen der Tbatischwelle. Die niedrig gelegenen Gebiete sind mit Grassteppen oder Parklandschaften bedeckt, und nur an den Flußtälern finden wir Galeriewald, der allerdings bis fast zu den Quellen emporsteigt. Der Verkehr meidet dieses ganze Gebiet, und die Siedelungen, die von Bedeutung sind, liegen daher meist am Rande.

Der größte Ort im Innern ist Ngambe, am Kim, einem Nebenflusse des Mbam, gelegen. Joko, am Fuße des Dommegebirges gelegen, ist ein wichtiger Straßenort, ebenso wie Tibati, das am Fuße der Tibatischwelle liegt, schon fast in der Djerembucht. - Von der Tibatischwelle nach Osten gehend, kommen wir in die Djerembucht oder, wie die Fulbe sie nennen, das Siebenstromland. Das Quellgebiet des Djerem, der es mit seinen Nebenflüssen bildet, streckt sich von Osten nach Westen und bildet eine weite Mulde, deren Flüsse teilweise mit Booten befahrbar sind. Im Süden wird sie von der Sanagamulde durch die Ndumbischwelle begrenzt, die den Djerem zu seinem ostwestlichen Laufe zwingt, bis er umbiegt und sie in engem, mit Schnellen versehenem Tal durchbricht.

Die Ndumbischwelle bricht nach Süden mit einer steilen Stufe ab, ebenso wie das Dommegebirge, das sie nach Osten fortsetzt. Das ganze Gebiet ist wenig bekannt. Nach Osten zu hebt sich die Djerembucht und die Ndumbischwelle allmählich, um in das weite Baiaplateau überzugehen. Das Baiaplateau ist der Quellknoten aller wichtigen Flüsse, die nach Norden zum Tsadsee, nach Westen zum Meer, nach Süden zum Kongo und nach Osten zum Ubangi fließen. Hier entspringen der Logone, der Schari, der Lobai, der Ssanga und der Sanaga. Im Norden geht das Ngaunderehochland direkt in das Baiaplateau über, im Osten sollen nach Lenfant 2-3 ausgesprochene Stufen zum Logonetiefland hin vorhanden sein, und im Süden senkt es sich allmählich zur Hochfläche von Süd-K. herab. Die durchschnittliche Höhe ist 900-1200 m, und einzelne Berge von 1400 m Höhe sind ihr aufgesetzt. Das Hochplateau wird durch den Mberegraben, einen tiefen Grabenbruch mit 400 m hohen steilen Rändern, in zwei Teile geteilt.

Im Norden haben wir bis zum Wina eine ziemlich gleichmäßige Hochfläche, die sich wohl nach Osten zuerst ganz allmählich bis zu den Lukubergen senkt, um dann bis zum Zusammenfluß des Wina und des Mbere schnell zu sinken. Im Süden des Mbere liegt das Hochland von Jadé, ebenfalls eine weite, aber bereits von der Erosion aufgelöste Hochfläche, die mit dreien, das Plateau in einem vollen Halbkreis umziehenden Stufen nach Osten abfallen soll. Eine Reihe von Bergen, von den Bumbabalbergen im Norden bis zu den Karebergen im Osten sollen die aufgebogenen Ränder der ersten Stufe darstellen. Zur Pluvialzeit soll nach Lenfant der Tsadsee den Fuß des Hochlandes von Jadé bespült haben, so erklärt er die Sand- und Geröllmassen, die die Täler erfüllen. Nach Osten setzt sich dann das Plateau zur Wasserscheide zwischen den Zuflüssen des Schari und Ubangi fort. Es herrscht hier derselbe Landschaftscharakter wie im Süden, nämlich weite Ebenen mit einzelnen Massiven oder Inselbergen.

Das Hochland von Jadé besteht zur Hauptsache aus Granit; kristalline Schiefer sollen hauptsächlich an den Flußschnellen auftreten. Am mittleren Mambere und Nana sollen rote Sandsteine auftreten, die beträchtliche Steilhange bilden. Ob wir im Süden einen allmählichen Übergang zu den Plateaus am Ssanga haben, oder ob ein Steilrand vorhanden ist, läßt sich aus der Literatur nicht feststellen. Doch haben wir noch südlich des Uam im Hochland von Buar eine Hochfläche von über 1000 m Höhe. Die Flüsse, die von dem Plateau nach allen Seiten abströmen, sind tief eingeschnitten und sollen an jeder der drei von Lenfant angenommenen Stufen Schnellen besitzen, während dazwischen teilweise fahrbare Flußstrecken liegen.

Die Vegetation ist Gras, auf den Höhen lichter Wald, während die Gipfel wahre Blockmeere darstellen, in denen die Dörfer der Eingeborenen vorzügliche Deckung besitzen. Die Hochflächen sind vielfach mit Laterit besetzt. Kunde, im Süden vom Hochland von Jadé gelegen, ist der wichtigste Ort im neu erworbenen Gebiet, ein Kreuzungspunkt wichtiger Straßen. Das ganze Hochland ist nach dem Dorfe Jadé genannt, das im Mittelpunkt der Hochfläche liegt. Nach Lenfant ist Bugaruia der wichtigste Ort des Gebietes.

c) Die Massivregion von Adamaua.
Wie wir gesehen haben, steht man im Norden des Plateaus von K. vor einem gewaltigen Absturz. Wir schauen vom Rande dieser Stufe in weite, tief gelegene Alluvialböden und Gesteinsflächen, aus denen aber gewaltige, steil nach allen Seiten abfallende Massive sich erheben, deren plateauförmige Oberfläche die gleiche Höhe besitzt, wie der nördliche Teil des Plateaus von K., etwa 2000 m und mehr Höhe. Der Schluß liegt nahe, eine Fortsetzung des Plateaus nach Norden zu konstruieren. Es ist aber ein noch offenes Problem, ob diese Massive stehengebliebene Horste einer in weiten Gebieten abgesunkenen Hochfläche sind, ob also der Nordrand von K. einem Bruche seine Entstehung verdankt, oder ob die Erosion des Wassers und des Windes die Massive aus der Hochfläche herausgearbeitet hat. Daß diese Erosion beträchtlich ist und in früheren Zeiten noch viel beträchtlicher war, ist wohl anzunehmen.

Wir haben hier im ganzen Gebiete in vorzüglicher Ausbildung den Charakter der Inselberglandschaft: f ast völlig ebene Gesteinsflächen, die über weite Räume sich hinziehen, und daraus erheben sich in großer Zahl Berge mit steilen Hängen, deren Fuß teilweise mit Schutt verhüllt ist. Durch das Benuetal wird eine Zweiteilung der Massivregion von Adainaua vorgenommen. Wir haben also 3 Gebiete: die Massive von Mitteladamaua, das Benuetal und die Massive von Nordadamaua. Mitteladamaua können wir im Westen begrenzen durch eine Linie, die wir von den Ausläufern des Baliplateaus im Norden bis zum nördlichsten Punkte des Benue ziehen. Im Süden haben wir den Steilrand des Plateaus von K., im Norden das Benuetal und im Osten die letzten Ausläufer des Ngaunderehochlandes. Im Norden des Steilrandes von Südadamaua gelangen wir -zuerst auf eine Reihe von Inselbergplatten, die nur durch niedrige Wasserscheiden voneinander getrennt sind.

Es sind das von Westen nach Osten: die Inselbergglatte von Gaschaka, die Farobucht, die Benuebucht und die Inselbergplatte von Bubandjidda. Die Inselbergplatte von Gaschaka wird von dem Taraba und seinen Nebenflüssen entwässert. Die Ebenen liegen in einer Höhe von 250-400 m, während die Inselberge aus einem Plateau von 1000-1500 m Höhe herausgeschnitten zu sein scheinen, so z. B. der Alkasin. Im Süden wird die Platte durch das Kumbohochland begrenzt, im Norden durch das steile Massiv des Tschebtschigebirges. Im Osten erhebt sich das Land nur wenig; ebene Flächen in der Höhe von 600 m bilden die Wasserscheide gegen die Bucht von Faro. Nach Westen öffnet sich die Bucht gegen das breite Benuetiefland. Die Inselbergplatte von Gaschaka setzt wegen der breiten Talflächen dem Verkehr kein Hindernis entgegen.

Die Vegetation besteht aus einer lichten Buschsteppe, die teilweise in eine Parklandschaft übergeht. Der einzige, wenig bedeutende Ort ist Gaschaka, am Fuße des Kumbohochlandes gelegen. Nach Osten zu gelangt man über eine nur 550 m hohe Wasserscheide in die Farobucht, die vom Faro und seinem Nebenflusse, dem Mao Deo, entwässert wird. Im Norden ragen die Massive des Alantikagebirges und des Ssarigebirges, zwischen denen der Faro nach Norden zum Benue fließt, empor. Im Süden liegt der geschlossene Wall des Ngaunderehochlandes, das im Osten der Farobucht einen Vorsprung nach Norden sendet, das Karnagebirge, während gleichzeitig von Norden aus vom Ssarigebirge ein Basaltplateau ausgeht, die zusammen mit dazwischenliegenden Massiven die Wassergegen die Benuebucht bilden.

Die Farobucht ist eine von einzelnen Inselbergen überragte Ebene, die im Innern noch wenig bekannt ist, und deren Vegetationsdecke wohl zur Hauptsache in Steppenbuschwald besteht. Im Westen liegt der Ort Kontscha, an der Hauptroute nach Norden. Mehrere bequeme Übergänge führen zwischen den Massiven im Osten der Farobucht zur Benuebucht hinüber. Diese, im Quellgebiet des Benue gelegen, geht nach Nordosten unmittelbar in die Inselbergplatte von Bubandjidda über. Der Benue reicht tief in die Hochfläche von Ngaundere, südlich der Karnaberge, hinein. Die Ebenen im Norden bestehen überwiegend aus Gneis, besitzen eine Höhe von 300-400 m und werden von zahlreichen Inselbergen und kleinen Massiven überragt. Weiter im Osten scheint die Inselberglandschaft, nach den Karten zu urteilen, allmählich in die Ausläufer des Ngaunderehochlandes überzugehen, um sich dann gemeinsam zum Kebbigneisland hinabzusenken.

Auch hier scheint überall Buschsteppe vorzuherrschen, die sowohl Ebenen wie Inselberge und Massive bedeckt. - Wir kommen dann weiter im Norden zwischen den eben besprochenen Inselberglandschaften und dem Benue zu einer Gruppe von vier größeren Massiven, die wieder kleinere Inselbergplatten zwischen sich einschließen. Im Westen beginnend haben wir, zum größten Teil allerdings auf englischem Gebiet liegend, das Tschebtschigebirge, ein in nordöstlicher Richtung gestreckter Wall von 1800-2000 m Höhe, das durch die Erosion teilweise tief zerschnitten ist. Es besteht zur Hauptsache aus Granit, dem Basaltdecken aufgesetzt sind, während im Norden die Hänge schon von Benuesandstein gebildet werden. Wie alle diese Massive ist es mit Buschwald bedeckt. Im Osten folgen das Werregebirge und das Alantikagebirge.

Das Werregebirge steigt direkt mit steilen Hängen aus dem Benuetal bis zu über 1200 m Höhe an. Das Alantikagebirge bildet einen langen nach Nordosten gestreckten Zug von ca. 2000 m Gipfelhöhe mit außerordentlich steilem Abfall nach Osten. Zwischen beiden zieht sich eine breite Ebene nach Norden. Inmitten der drei bereits behandelten Massive liegt die Dalamiplatte, die nach Süden zu in die Laroplatte übergeht. Das nächste Massiv nach Osten zu ist das Ssarigebirge, das eine Höhe von ca. 2000 m haben soll. Es ist durch die nur schmale Ebene des unteren Faro vom Alantikagebirge getrennt. - Das Benuetal liegt bei Garua nur 210 m hoch und ganz im Osten bei Rei Buba erst 277 m. Aus dem englischen Gebiet im Westen zieht sich die Region des Benuesandsteins bis östlich von Garua in deutsches Gebiet hinein.

Die Oberflächengestaltung dieses Sandsteingebietes ist schwach hügelig, nur zuweilen heben sich einige Sandsteinketten oder aus dem Sandstein hervorragende kristalline Inseln über das allgemeine Niveau. Dann bricht der Sandstein mit steilem Rand nach Osten ab, doch haben sich einzelne Zeugenberge aus Sandstein, die dem Grundgestein aufgesetzt sind, erhalten, so z. B. das 300 und mehr Meter hohe Tengelingebirge. Weiter im Osten folgt dann ein hügeliges Terrain, das allmählich in das Kebbigneisland, dem zahlreiche Inselberge aufgesetzt sind, übergeht, so z. B. die Hossere, Gore, Duli und Basima. In den Flußtälern sind hier überall mächtige Alluvionen abgesetzt. Baum- oder Buschsteppe bedeckt das ganze Land. Der wichtigste Ort des ganzen Nordens unserer Kolonie ist Garua am Benue, mit Schiffahrt zum Niger.

Ferner kommt Rei Buba am Mao Rei in Betracht, dann Adumre, Bipare und Lame, meist große Siedelungen der Eingeborenen und an wichtigen Straßen gelegen. - In Nordadamaua bildet nur ein einziges Massiv den Knotenpunkt aller Gewässer, die von ihm allseitig abfließen. Es ist das das Mandaragebirge, ein Plateau von 800-900 m Höhe mit Gipfelhöhen bis zu 1200 m, in südwestlich- nordöstlicher Richtung gestreckt und durch die Erosion und breiten Ebenen von allen Seiten zugänglich gemacht.

Im Innern haben wir ein relativ geschlossenes Plateau, dann folgen die aufgelösten Ränder, die allmählich wieder in eine zuerst recht geschlossene, dann aber immer lichter werdende Inselberglandschaft übergehen. im Westen scheint der Abbruch des Plateaus ein ziemlich steiler zu sein, während nach Osten und besonders nach Süden der Übergang zu den Ebenen des Tsad und Logone und Benue ein viel allmählicherer ist. Bekannte Inselberge oder kleine Massive sind im Süden der Hossere Holma, im Osten die Hossere Ndili, Hossere Marua, der Mendif und andere. Die Vegetation des Mandaragebirges besteht meist aus Buschsteppe oder Dorngestrüpp, das aber ziemlich licht steht.

Die Siedelungen dieses Gebietes liegen am Fuße und in den Tälern des Mandaragebirges, so vor allem Marua im Osten, das Zentrum von Nordadamaua, ferner Mora im Norden. In dem Gebirge liegen die weniger wichtigen Orte Gauar und am Westrand Madagali, Mubi und Uba. Die Entwässerung des Gebirges wird vor allem von Nebenflüssen des Benue und Schari aus besorgt, während der direkt in den Tsadsee mündende Jadseram nicht weit ins Gebirge hineingreift.

d) Das Logone - Tsadseebecken.
Im äußersten Nordosten unserer Kolonie betreten wir weite Alluvialebenen. Die Grenzen dieses Gebietes, wo das Gestein von Alluvien bedeckt ist, sind natürlich schwer festzustellen. Außerdem tauchen vereinzelte Gesteinskuppen als Inselberge mitten aus dem Schwemmland hervor. Im Mandaragebirge beginnen die Alluvien direkt am Fuß der Berge, wo auch noch überall Inselberge auftreten, die erst in weiter Entfernung vom Gebirge verschwinden. Dann greift das Tiefland im Tal des Mao Kebbi weit nach Westen, aber im Süden dieses Flusses tritt sofort der Felsboden zutage.

Weiter im Süden verläuft die Grenze des Gneislandes und Alluviallandes wohl nicht weit vom Logone entfernt, zieht sich dann aber von Jerokol aus tief den Mbere entlang nach Westen hin. Die ersten Schnellen des Logone liegen erst eben vor Kaitia. Von dort aus, von Jerokol geht die Grenze etwa nach Kagopal und Gore, um von hier aus direkt nach Osten weiterzuziehen zum Bahr Sara. Der Tsadsee liegt etwa 290 m hoch, und von dort aus steigt das alluviale Gebiet ganz allmählich nach Süden, mit fast unmerklichen Neigungen bis auf 400 m an. Diese Alluvien bestehen aus Lehmen und Sanden mit einzelnen Vorkommnissen von Kalktuffen. Die Flüsse haben sich zum Teil mit steilen Ufern in diese Ablagerungen eingeschnitten, so daß in Gegenden, wo das Netz der Wasserarme sehr dicht ist, einzelne Plateaus direkt herausgeschnitten sind. Man kann wohl annehmen, daß früher die Seebedeckung eine viel größere war, daß der Tsadsee vielleicht das ganze Tsad-Logonebecken ausgefüllt hat.

Die Franzosen nehmen an, daß damals ebenfalls ein jahreszeitliches Sinken des Seespiegels stattgefunden habe, und daß dann die Flüsse die vielen regellosen und jetzt für die Entwässerung unnützen Trockentäler und Sümpfe geschaffen haben. Im ganzen Logonebecken soll der Grundwasserspiegel ständig eine gleiche Höhe haben, und zur Regenzeit ein Teil der Flüsse, so z. B. der Penndé, die größte Menge ihres Wassers an das Grundwasser abgeben. Der Penndé erhält durch seine Nebenflüsse ungeheure Wassermengen zugeführt und ist zur Regenzeit doch nur 80 m breit im Unterlaufe. Dagegen führen Uam und Logone zur Regenzeit ganz bedeutende Wassermassen in den Tsadsee und überschwemmen ihre Ufer auf weite Strecken hin.

Der Tsadsee hat ein Areal, das im Laufe der Zeit die größten Schwankungen gezeigt hat. Nachtigal gibt es auf 27 000 qkm an. Augenblicklich sind überhaupt nur noch zwei Becken ständig mit Wasser bedeckt, eins vor der Mündung des Schari und eins vor der Mündung des Komadugu. Der Nordteil ist versandet. Die Uferlinie ist im Süden schwer festzustellen wegen der dichten Röhrichtdickichte, die kaum zu durchdringen sind. Im Osten ist der sog. Archipel, eine Unmenge von länglich parallelen Inseln, die wegen ihrer Form als Dünen gedeutet wurden. Nach Osten geht der Bahr el Ghasal als tiefgelegene, teils sumpfige Niederung nach Borku hinein, der als früherer Abfluß des See angesehen wird. Jetzt ist der See abflußlos. Das Gebiet zwischen Jadseram und Schari ist ausgezeichnet durch die Unmasse von Kanälen und toten Wassern, die besonders vom Schari ausgehen und überall in den Tsad münden.

Einzelne Inselberge ragen aus dem Tiefland auf, so der Mendif, dann die Kuppe von Balda, ferner nördlich des Taburi die Berge von Daua. Der Boden ist auf weite Strecken hier von dem sog. Firki bedeckt, einem schwarzen, zur Trockenzeit mit tiefen Rissen zerspringenden Humusboden. Zur Regenzeit bildet er einen unter Wasser stehenden Sumpf. Im Westen bildet der Jadseram die Grenze des deutschen Gebietes. Er kommt vom Mandaragebirge, an dessen Westhängen er entlang fließt. Er steht mit seinen Nebenarmen mit denen der übrigen Flüsse, die vom Mandaragebirge kommen, sowie mit denen des Schari und des Logone in Verbindung. Doch sind alle diese Kanäle zur Trockenzeit meist wasserleer. Die großen Kanäle, die vom Schari und Logone ausgehen, sind er Sserbeal, der Sawal, der Mere Rura, der Kulal Mardia und der Matia. In letzteren münden die zwei vom Mandaragebirge herabkommenden Flüsse Jegoa und Tsanaga. Eine interessante Tatsache ist, daß der Schari in offener Wasserverbindung mit dem Benue steht und zwar vermittelst des Mao Kebbi und der Tuburisümpfe. Inwieweit und wie oft der Logone hier zum Benue seine Wassermassen sendet, ist noch nicht ganz bestimmt. Wahrscheinlich ist, daß der Benue und der Mao Kebbi im Laufe der Zeit, wenn der Mensch es nicht verhindern wird, den Logone und damit wohl auch den Schari anzapfen wird und damit das Tsadseebecken zur Wüste werden ließe.

Die Grenze des deutschen Gebietes läuft den Logone und dann den Penndé, wie der östliche Logone besser genannt wird, hinauf bis Gore, um von dort nach Süden weiter zu verlaufen. Bei Gore liegt auch der Eintritt des Penndé in das Alluvialland. Westlich dieser Logonelinie liegt das sog. Zwischenstromland zwischen Schari und Logone, das seit dem Novemberabkommen an Frankreich abgetreten ist. Am linken Ufer des Logone ist wahrscheinlich nur noch ein schmaler Gürtel des Alluviallandes vorhanden, der sich aber wohl weit am westlichen Logone hinaufzieht. Zwischen Logone und Penndé liegt das Lakkaland, fruchtbare Ebenen, die oft mit 20 m steilen Rand zu den in die Alluvien eingeschnittenen Flüsse abfallen. Die Vegetation dieses Gebietes ist Buschsteppe und Grasland.

Dieser Charakter ändert sich nördlich der Tuburisümpfe. Dort tritt die Dornbaumsteppe auf, die den ganzen nördlichen Teil des Tsadbeckens einnimmt und die sich im Unterlauf des Schari zu einem dichten Dornbuschwald verdichtet. An den Flußläufen haben wir Sumpfvegetation und am Tsadsee einen wohl 20 km breiten Schilfgürtel. Die Siedelungen liegen zur Hauptsache an den schiffbaren Strömen, so am Jadseram Bama und Dikoa, am Schari Gulfei, am Logone Kusseri, Musgam, Lai, am Kebbi Lere. Lame und Binder sind Knotenpunkte wichtiger Straßen.

e) Das Ssangatiefland.
Wir haben die Grenze zwischen dem Hochland von K. und dem Ssangatiefland von Wesso nach Bera Ngoko und von dort in einem nach Süden offenen Bogen, etwa zur Mündung des Lobai, gezogen. Der Beginn des Plateaus wird beim Ubangizipfel durch die die Schiffahrt hindernde erste Schnelle des Ubangi, die sog. Schnelle von Singa, angezeigt. Es ist nun aber nach der französischen Literatur nicht nachzuweisen, wo die Schnellen liegen, ob oberhalb oder unterhalb der Einmündung des Lobai. Das Ssangatiefland bildet einfach den nördlichen Teil des gewaltigen Kongobeckens und liegt in etwa 350-400 m durchschnittlicher Höhe. Da das Gebiet nur von den Flüssen aus bereist ist und noch niemand ins Innere gekommen ist, so ist schwer, etwas über die Natur des Landes zu sagen. Wahrscheinlich ist, daß das mit dichtem Urwald bedeckte Sumpfland zur Regenzeit, und das ist die längere Hälfte des Jahres, zum größten Teil unter Wasser steht.

Eines weiteren Urteils muß man sieh wohl vorläufig enthalten. Der deutsche Ssangazipfel liegt einerseits zwischen dem Kandeko- und Likuala-Mossaka und andererseits dem Likuala-Essubi, oder wie die Franzosen ihn nennen, den Likuala aux Herbes, beides Flüsse, die gemeinsam mit dem zwischen ihnen fließenden Ssanga mit einem Gewirr von Flußarmen, sich in das Gewirr der Flußarme des, Kongo ergießen. Auch noch weiter oberhalb ist der Ssanga mehrmals mit den beiden Likuala durch Kanäle verbunden. Der Ssanga selbst fließt in großen Windungen zwischen sumpfigen, undurchdringlichen Uferwaldungen dahin, der Schiffahrt aber keine Schwierigkeiten bereitend, wenn es auch oft schwer ist, in dem Gewirr von Flußarmen den richtigen herauszufinden. Die Vegetation des ganzen Gebietes ist dichtester Urwald, der schwer zu durchdringen sein wird. Am südlichen Ende des Ssangazipfels liegt Bonga am Kongo, ein aus einigen Hütten bestehender elender, sehr ungesunder Ort, der aber wegen seiner Lage für unsere Kolonien Wichtigkeit erlangen wird. Sonstige Siedelungen sind kaum erwähnenswert.

 

Bodengestaltung