Sequoia und Kings Canyon Nationalpark

Löwen und Bären im Wald der Giganten

Der Sequoia Nationalpark und der Kings Canyon Nationalpark sind zwei zusammenhängende, und ineinander übergehende Nationalparks in der südlichen Sierra Nevada. Sie liegen zwischen San Francisco und Los Angeles im Bundesstaat Kalifornien.

Die Gesamtfläche beider Parks beträgt etwa 34.500 qkm. [Nordrhein-Westfalen ist ca. 34.080 qkm gross] Die Parks bieten optimale Bedingungen für Wanderer. Allein 1300 km des Gebietes bestehen ausschließlich aus Wanderwegen.

Gebirgsschluchten und Mammutbaumwälder

Die größte Attraktion der Parks sind die Riesenmammutbäume, die so genannten Sequoias. Diese gaben dem Sequoia Park auch seinen Namen. Die Riesenbäumewerden bis zu 60 Meter hoch und können an den Stammenden einen Durchmesser von bis zu 10 Metern erreichen. Einer der größten Bäume der Welt, der General Sherman Tree überragt die ihn umgebenden Artgenossen. Er hat eine Höhe von rund 84m, einen Umfang von 31m und ein geschätztes Alter von 3000 Jahren. Eine atemberaubende Aussicht hat man vom Moro Rock, einem Granitfelsen, den man über in den Fels geschlagene Stufen erklimmen kann. Eindrucksvoll sind auch die schroffen Felswände des King River Canyon, der zu den tiefsten Gebirgsschluchten Amerikas zählt. Das Gebiet der Nationalparks erstreckt sich von den Bergausläufern des San Joaquin Valley´s bis hin zum Scheitel der High Sierra. Der Berg Mount Whitney bildet mit mehr als 4400m den höchsten Punkt der Region und einer der höchsten Berge der gesamten Vereinigten Staaten. [Der höchste Berg außerhalb Alaskas] Die Region bietet ein vielfältiges Angebot an Flora und Fauna. Mehr als 1200 Pflanzenarten sind hier beheimatet, dazu kommen etwa 200 verschiedene Vogel- und Tierarten, wie z.B. Berglöwen, Schwarzbären, Luchse, Graufüchse und das Sierra Bighorn Schaf. Die Chance diese seltenen Tiere in freier Wildbahn zu erleben haben meistens nur Wanderer, die auf den Wanderwegen, den so genannten Trails die Gegend erkunden. Weitere Besuchermagneten sind die circa 200 Höhlen der Region und der umgestürzte Sequoia Baum auf der Crescent Meadow Road. Im Dezember 1937 stürzte der 83m hohe Baum auf die Strasse, wurde anschließend ausgehöhlt und dient seitdem als befahrbarer Tunnel für kleinere Fahrzeuge.

Aktivitäten

Besucher die Aktivurlaub geplant haben, sind im Sequoia und Kings Canyon Nationalpark hervorragend aufgehoben. Die Besucherzentren in Lodgepole und Grant Grove informieren über Ausflugsmöglichkeiten und Bestimmungen der Parks. Die möglichen Aktivitäten reichen von Schwimmen, Klettern, Wandern, Rad fahren bis hin zu Boot fahren und Angeln. Viele Picknickplätze und Restaurants stehen den Besuchern außerdem zur Verfügung. Auf Grund der vielen autofreien Trails, treffen besonders Reiter und Wanderer gute Bedingungen an. Die Besucherzentren vermitteln geführte Pferdetouren und stellen gegen Gebühr auch Angelgenehmigungen aus. Ranger veranstalten im Sommer Lagerfeuerabende und Führungen durch die Gegend. In Grant Grove und Dorst gibt es Amphitheater.

Besucherinformationen

Beide Parks sind ganzjährig geöffnet, wobei die Hauptreisezeit zwischen Juni und September liegt. Es empfiehlt sich die Parks mit dem Auto über die Highways 180 bzw. 198 anzusteuern, da sie auf anderem Wege nur sehr schwer zu erreichen sind. Der Generals Highway verbindet den Sequoia und den Kings Canyon Nationalpark miteinander. Diese circa 74 km lange Straße führt von der State Route 198 bei Ash Mountain durch den Giant Forest bis zur State Route 80 bei Grant Grove im Kings Canyon Park. Seinen höchsten Punkt erreicht der Highway ungefähr in der Mitte der Strecke, bei Big Baldy Saddle. Hier liegt die Strasse 2.329 m über dem Meeresspiegel.[Im Winter 2000 war die Zufahrt zum Park wegen Schneefalls wochenlang gesperrt.]

Beste Reisezeit: Mai bis September

Die beste Reisezeit ist während des Sommers. Hotels und Campingplätze sind in der Regel zwischen Ende Mai und Ende September geöffnet. Manche stehen den Besuchern sogar ganzjährig zur Verfügung. Campern wird geraten ihre Lebensmittel sicher zu lagern und gut zu verpacken, da durch den Geruch Schwarzbären angelockt werden können. Haustiere müssen angeleint werden.

Straßen werden zu Pisten

Da die Höhenunterschiede innerhalb der Parks stark variieren, hängen Wetterbedingungen und Temperaturen immer ganz davon ab, in welcher Gegend man sich gerade aufhält. Im Winter sind viele Gebiete wegen starkem Schneefall unpassierbar. Hohe Passstraßen, wie der Generals Highway werden deshalb geschlossen. Die Straßen öffnen meistens nicht vor dem 1. Juli. Wintersportler kommen zur kalten Jahreszeit jedoch optimal auf ihre Kosten. In den Skigebieten Grant Grove und Wolverton können Ski geliehen und sogar Skiunterricht genommen werden.

 

Sequoia und Kings Canyon Nationalpark