Serengeti

 

Serengeti, schon der Name weckt die Sehnsucht nach einer intakten Natur. Weite Ebenen, Savannen, Salzseen und Akazienwälder. Es ist ein einmaliges Naturschauspiel im Wechsel von Trockenzeit und Regenzeit.

Der Film beobachtet die riesigen Gnuherden auf ihrer Suche nach Wasser. Sie werden begleitet von Zebras, Gazellen und Antilopen. Auch die Raubtiere, wie Löwen und Geparden zieht es an die Wasserstellen der Savanne. Die Serengeti bietet auch Lebensraum für große Säugetiere, für Elefanten und Giraffen. Der Film verfolgt einen Tag lang das Treiben in der Grassteppe und versucht das einzigartige Wechselspiel von Natur- und Tierwelt erlebbar zu machen.

 Weite Ebene - in der Sprache der Maasai: Serengeti. Ein Land, so groß wie Schleswig Holstein. Ein Land der Wildtiere. Ein Land der Schöpfung.

Von Ferne erscheint der See rosa - durch das Gefieder tausender Flamingos. 500 verschiedene Vogelarten leben in der Serengeti. Die Ebenen sind fette Weidegründe für Millionen Grasfresser: Gnus Gazellen, Antilopen, Zebras.

Die Flusspferde verlassen nur nachts ihre Tümpel und laufen auf der Suche nach Futter bis zu 10km weit. Tagsüber schützen sie ihre empfindliche Haut im Wasser und liegen dabei normalerweise so regungslos wie moosbewachsene Steine.

Giraffen sind elegante Erscheinungen. Sie haben einen charakteristischen Gang und tragen ihren Kopf meist hoch erhoben. Giraffen sind auf die Blätter der Akazienbäume spezialisiert. In dieser Höhe macht ihnen niemand das Futter streitig, zu ihren Füßen können sie daher ruhig andere Wiederkäuer dulden.

Geparden sind die schnellsten Tiere der Welt. Beim Schlussspurt der Jagd rennen sie mit über 100km/h. Allerdings lohnt diese Anstrengung kaum, wenn Löwen in der Nähe sind, die ihnen die Beute wieder abjagen könnten.

Meistens ziehen die Beutetiere unbeeindruckt an den Räubern vorbei. Sie scheinen zu spüren, wenn eine Raubkatze hungrig ist. Der König der Tiere führt ein lockeres Regiment. Eigentlich herrscht er gar nicht. Die Jagdversuche sind meistens erfolglos.

Geier sind keineswegs nur Aasfresser. Die größten unter ihnen, die nubischen Geier, können durchaus selbst eine Antilope schlagen. Der Schakal muss sehen, was übrigbleibt. Aber Resteverwertung ist schließlich auch eine wichtige Aufgabe.

Serengeti - schon der Name weckt die Sehnsucht nach einer intakten Natur. Wer geduldig ist, dem bleibt der Nationalpark tatsächlich kaum einen Passagier von Noahs Arche schuldig.

Wenn Löwen sich paaren, bleiben sie zwei Tage zusammen und kopulieren pünktlich alle 30 Minuten. Löwen haben ein entwickeltes Sozialleben, das von den erwachsenen Weibchen eines Verbandes bestimmt wird. Schwestern, Mütter und Töchter gehen gemeinsam auf Jagd und kümmern sich auch gemeinsam um die Aufzucht der Jungen.

Die Hyraxen werden von den Menschen nur als possierliche Spaßmacher zur Kenntnis genommen - und hoffentlich nicht gefüttert. Die kleinen Nager suchen den Schutz der Nähe menschlicher Behausungen. Für ihre genetisch nächsten Verwandten, die Elephanten, hingegen ist der Mensch der größte Feind. Elfeinbeinjäger haben ihre Zahl arg dezimiert. Seitdem die Serengeti Nationalpark ist und die Schutzmaßnahmen immer besser greifen, erholen sich die Herden wieder. Es erfordert einzige Disziplin, die Tiere nicht zu stören. Aber nur, wenn die Besucher sich an bestimmte Wege und Zeiten halten, kann es überhaupt Besucher in der Serengeti geben. Es wäre schade, wenn man dieses einmalige Weltnaturerbe der Menschheit vor den Menschen gänzlich verschließen müsste, um es zu erhalten.

Daten und Fakten

Naturdenkmal:
14763 qkm; überwiegend Grasland und Savanne; größter Nationalpark Tansanias

Unesco-Ernennung: 1981

Flora und Fauna:
Mehr als 1 Mio. Weißbartgnus, etwa 100000 Zebras, etwa 7000 Masai-Giraffen, bis zu 150000 Thomsongazellen mehr als 1000 Afrikanische Elefanten, bis zu 3000 Löwen, sieben Mangustenarten, Leoparden, Geparde, Tüpfelhyänen, Goldschakale, Servale und Zibetkatzen über 300 Vogelarten, u. a. Kronenkranich, Helmperlhuhn und Gelbkehlpieper

(c) Schätze der Welt

 

Serengeti