Sonorawüste, größte Wüste in Nordamerika.

Die über 300 000 Quadratkilometer große Sonorawüste (Sonoran Desert) erstreckt sich über den Südwesten Arizonas, den Südosten Kaliforniens und den Nordwesten Mexikos. Sie wird auf drei Seiten von weiteren Trockengebieten umgeben – der Mojavewüste, dem Hochland von Arizona und Mexikos Westlicher Sierra Madre (Sierra Madre Occidental). Im Westen reicht die Wüste bis an den Golf von Kalifornien und den Pazifischen Ozean.

Der Name leitet sich vermutlich von dem Wort Sonota ab. Dieses Wort kommt aus der Sprache der Tohono O’Odham (Papago) und bedeutet „Ort der Pflanzen”. Die mittlere Höhe ist mit 305 Metern im Vergleich zu benachbarten Gebieten verhältnismäßig gering. Die markantesten Gebirge in der Wüste sind das Chocolate- und das Chuckwalla-Gebirge in Kalifornien, das Kofa- und das Harquahala-Gebirge in Arizona sowie der Cerro del Pinacate in Mexiko.

In der Sonorawüste existiert eine einzigartige Vegetation. Die Pflanzen wachsen auf relativ unfruchtbarem Boden, speichern die geringe Feuchtigkeit und sind unempfindlich gegen große Hitze am Tag, große Kälte in der Nacht und starke Winde. Die Sonorawüste ist auch Lebensraum für viele Reptilien. Hier leben z. B. mehrere Klapperschlangenarten, die giftige Gila-Krustenechse und die Krötenechse. Ein typischer Bewohner ist außerdem der Kojote. Von großer Bedeutung ist die Landwirtschaft, die hier allerdings nur im Bewässerungsfeldbau erfolgt. Da in den meisten Teilen der Wüste weniger als 250 Millimeter Regen im Jahr fallen, muss ein großer Teil des benötigten Wassers dem Grundwasser sowie den wenigen Flüssen entnommen werden. Das hat dazu geführt, dass die Grundwasserspiegel der Region seit den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts stark gesunken sind. Große Teile der Wüste stehen unter Naturschutz. In der Sonorawüste liegen z. B. der Joshua Tree und der Saguaro Nationalpark sowie mehrere andere Schutzgebiete. Seit einigen Jahren wird versucht, den Wüstenrand bewohnbar zu machen; so haben sich Städte wie Tucson und Phoenix stark ausgeweitet.



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Die Sonora ist mit einer Fläche von ca 320.000 km² eine der größten, eine äußerst vielgestaltige und die artenreichste Wüstenregion der Welt. Sie bestimmt einen großen Teil des gleichnamigen mexikanischen Bundesstaates Sonora, des östlichen Küstengebiets der Baja California sowie im Norden den südwestlichen Teil Arizonas und den angrenzenden südwestlichsten Teils von Kalifornien. Im Norden grenzt die Sonora an die Mojave-Wüste, im Osten an die Chihuahua. Von den flachen Küstenregionen steigt sie nach Osten bis in eine Höhe von 3.000 m an, wobei lang gestreckte Bergzüge (Ranges) sich mit dazwischenliegenden Becken (Basins) abwechseln und in Gebieten ohne Wasserabfluss nach Regenfällen flache Seen (Playas) entstehen können, was nach der Verdunstung des Wasser zur Ausbildung von Salzpfannen führt.
Sie ist Heimat u.A. der großen und streng geschützten Saguaros soviel vieler weiterer Kakteen-Arten, des Rennkuckucks (Roadrunners), einer außergewöhnlichen Dichte anderer Vogelarten, sowie eines der größten Landmolche, des Tigersalamanders. Zum Schutz der außergewöhnlichen Artenvielfalt wurde ein Teil der Sorona zum Naturschutzgebiet erklärt.

Bedroht wird die Sonora hauptsächlich durch Vieh- und Landwirtschaft, intensive Grundwasserentnahme, Urbanisierung, sowie den Bergbau.

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Bruce Coleman, Inc./Joe McDonald
Geschützte Gila-Krustenechse

Die urzeitlich anmutende Gila-Krustenechse (Heloderma suspectum) spritzt aus Drüsen im kräftigen Unterkiefer Gift in ihre Beute, bevor sie diese verzehrt. Die plumpen Reptilien sind zwar nicht ungefährlich, doch hat ihr Biss nur selten ernsthafte oder gar lebensbedrohliche Auswirkungen auf den Menschen. Die Echsen bewegen sich nur langsam und ernähren sich überwiegend von Reptil- und Vogeleiern sowie kleineren Tieren wie beispielsweise jungen Echsen, Vögeln und Mäusen. Zum Aufspüren der Beute benutzen Gila-Krustenechsen ihre lange Zunge, mit der sie ähnlich wie Schlangen züngeln und so die Duftabsonderungen potentieller Beutetiere aufnehmen können. Die imposanten Tiere speichern in ihrem dicken Schwanz Fettreserven, von denen sie mehrere Monate lang zehren können, ohne zusätzliche Nahrung aufnehmen zu müssen. Gila-Krustenechsen sind in der Sonorawüste im Südwesten der Vereinigten Staaten von Amerika und im Nordwesten Mexikos heimisch. In den USA stehen die mittlerweile selten gewordenen Echsen durch Bundes- und Staatsgesetze unter Naturschutz.

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Sonora